Nordhausen.
Ohne Niederlage und mit fünf Siegen in der Vorrunde zog die an Platz 4
gesetzte Fechterin in die K.-o.-Runde der besten 64 Fechterinnen ein.
Selbstbewusst und ohne Gegentreffer schlug Marike im ersten Drittel der
neunminütigen Kampfzeit Saskia Stange (Schwerin) deutlich mit 15:0. In
der Runde der
besten 32, nach einem Erfolg über Katharina Nettersheim (Berlin)
mit 15:3, gewann Marike gegen Lena Taplick
(Schwerin) mit 15:9. Der
darauffolgende Sieg gegen Greta Behr (Tauberbischofsheim)
war mit 10:9 knapp, reichte jedoch für den wohlverdienten Einzug in das
Viertelfinale. Hier besiegte Wegener
die Tauberbischofsheimer Sportschülerin Anna-Lena
Kuhn mit 15:12 und traf auf ihre Halbfinalgegnerin Thekla Bartl, die
ebenfalls aus der
Fechthochburg Tauberbischofsheim
angereist war. Beide gaben alles, jeder wollte Treffer setzen, jeder
kämpfte um den Finaleinzug. Doch letztlich bewies
Marike wieder ihre starke Nerven und gewann mit 13:9. Noch einmal musste
die ehrgeizige, junge Fechterin ihre Stärke beweisen. Nach
zehnminütiger Pause und mit einigen Blessuren aus den vergangenen
Gefechten, stand sie erneut auf der Planche
ihre Finalgegnerin hieß noch einmal Greta
Behr, gegen die sie kurz zuvor hauchdünn
gewonnen hatte. Beide kannten die Fechtart des Gegenübers, belauerten
sich, warteten ab, um im richtigen Moment ihre Gegnerin mit einem
Angriff zu überraschen. Bis zum 4:4 war es ein ausgeglichenes Gefecht,
dann konnte sich Marike im letzten Drittel absetzen und ihren Vorsprung
ausbauen. Trotz zwei weiterer Gegentreffer behielt sie einen kühlen Kopf
und gewann am Ende gegen die Tauberbischofsheimerin mit 10:6.
Überglücklich und mit dem mitteleuropäischen Meistertitel in der Tasche
ging es nach dem Turnier gleich wieder nach Jena
ins Talente-Leistungszentrum, wo sie sich intensiv auf die am kommenden
Wochenende stattfindenden Thüringer Meisterschaften vorbereiten wird.
24.03.10 / TA


